Die schönsten Frisuren mit Glätteisen: Ideen für jeden Anlass

Ein Glätteisen kann weit mehr als glattes Haar: Mit der richtigen Handhaltung entstehen damit Wellen, Volumen am Ansatz, sleeke Steckfrisuren und ein schneller Morgen-Look. Wir zeigen dir sieben Frisuren mit Glätteisen, jeweils Schritt für Schritt, mit Zeitaufwand und passender Temperatur – alle umsetzbar mit einem einzigen Gerät wie dem hihair Lunéa One.

Die sieben Looks im Überblick

Die Temperaturangaben in dieser Übersicht gelten für normales, gesundes Haar. Bei feinem Haar bleibst du bei maximal 180 °C, bei coloriertem oder chemisch behandeltem Haar bei maximal 170 °C und bei blondiertem Haar bei maximal 150 °C.

Look Anlass Zeitaufwand Schwierigkeit Temperatur
5-Minuten-Look Morgens, Alltag 5 Min. einfach 180 °C
Glatter Business-Look Büro, Meetings 10–15 Min. einfach 180–200 °C
Sleeker Half-Up-Look Uni, Alltag, Casual-Dinner 10 Min. einfach 180–190 °C
Weiche Wellen Feierabend, Date 15–20 Min. mittel 180–200 °C
Hollywood-Wellen Hochzeit, Gala, Fotos 25–35 Min. fortgeschritten 190–200 °C
Slick Back / Sleek Bun Abendessen, Event, Sport 10–15 Min. einfach 190 °C
Volumen-Look am Ansatz Besondere Anlässe 15–20 Min. mittel 180–190 °C

Looks für den Alltag

Diese drei Frisuren brauchen wenig Zeit und verzeihen kleine Fehler.

1. Der 5-Minuten-Look für den Morgen

Wenn du wenig Zeit hast, glättest du nur das, was man sieht. Der Rest bleibt, wie er ist.

  1. Hitzeschutz nur auf die obere Haarschicht und die vorderen Partien sprühen.
  2. Gerät auf 180 °C aufheizen lassen.
  3. Die oberste Haarschicht mit einer Klammer abteilen.
  4. Untere Partien nur grob glätten – ein Durchgang pro Strähne reicht.
  5. Obere Schicht lösen und in einem Zug glätten, Strähnen dabei breiter nehmen als üblich.
  6. Das Deckhaar am Gesicht leicht nach hinten führen, damit nichts platt anliegt.

2. Der glatte Business-Look

Der Klassiker für Bürotage. Entscheidend ist die Technik, nicht die Temperatur: ein langsamer Durchgang bringt mehr als drei schnelle. Die Grundlagen dazu stehen im kompletten Styling-Guide fürs Haareglätten.

  1. Haar komplett trocknen und Hitzeschutz gleichmäßig verteilen.
  2. In vier Sektionen abteilen: zweimal unten, zweimal oben.
  3. Strähnen von etwa 3 cm Breite nehmen – breiter wird nicht richtig glatt.
  4. Das Glätteisen am Ansatz ansetzen und in einer langsamen, durchgehenden Bewegung nach unten ziehen, ohne zu stoppen.
  5. Scheitel setzen, solange das Haar warm ist – dann bleibt er liegen.
  6. Zum Abschluss einen Tropfen Haaröl über die Längen streichen.

3. Der sleeke Half-Up-Look

Halb offen, halb hochgesteckt: Der Kontrast zwischen glattem Ansatz und fallenden Längen trägt den Look.

  1. Komplettes Haar glätten, die Partien am Gesicht besonders sorgfältig.
  2. Mit einem Stielkamm eine gerade Linie von Ohr zu Ohr über den Kopf ziehen.
  3. Das Deckhaar zu einem kleinen Dutt drehen oder mit einem Haargummi fixieren.
  4. Den Ansatz mit den Fingern glatt nachziehen, damit keine Wölbung entsteht.
  5. Die offenen Längen kurz nachziehen – dort fällt jede Welle sofort auf.

Looks für den Abend und besondere Anlässe

Hier lohnt sich etwas mehr Aufwand. Alle vier Looks gelingen mit demselben Gerät, ganz ohne Lockenstab.

4. Weiche Wellen für den Feierabend

Bewusst nicht perfekt und dadurch alltagstauglich. Die Drehbewegung im Detail steht im Guide für Beach Waves mit dem Glätteisen.

  1. Auf 180 bis 200 °C aufheizen, Hitzeschutz auftragen.
  2. Eine etwa 3 cm breite Strähne fassen und das Glätteisen auf halber Höhe ansetzen.
  3. Das Gerät um 180 Grad drehen und langsam nach unten ziehen – die Drehung erzeugt die Welle.
  4. Drehrichtung bei jeder Strähne abwechseln, sonst fällt alles auf eine Seite.
  5. Die letzten 2 cm gerade lassen – das wirkt moderner als eine durchgedrehte Locke.
  6. Abkühlen lassen, dann mit den Fingern auflockern – nie mit der Bürste.

5. Hollywood-Wellen

Große Wellen, die alle in dieselbe Richtung fallen. Braucht Geduld und funktioniert ab schulterlangem Haar.

  1. Haar seitlich scheiteln und in etwa 4 cm breite Strähnen unterteilen.
  2. Jede Strähne bei 190 bis 200 °C vom Gesicht weg eindrehen – immer in dieselbe Richtung.
  3. Die warme Locke zu einer Schnecke aufrollen und mit einer Klammer feststecken.
  4. Alle Locken so fixieren und 10 Minuten auskühlen lassen.
  5. Klammern lösen und das Haar kopfüber ausschütteln.
  6. Einmal mit weicher Bürste durchbürsten – erst dadurch entsteht die durchgehende Wellenlinie.
  7. Aus 30 cm Abstand leicht mit Haarspray fixieren.

6. Slick Back und Sleek Bun

Streng nach hinten, glänzend, sehr aufgeräumt. Der Look sitzt lange, hält auch bei Wind und ist schnell gemacht.

  1. Haar glätten, dabei die Partien am Oberkopf besonders flach ziehen.
  2. Etwas Gel oder Styling-Creme vom Ansatz nach hinten einarbeiten.
  3. Mit feiner Bürste alles streng nach hinten kämmen, bis keine Wölbung bleibt.
  4. Slick Back: tiefen Zopf binden, Längen glatt fallen lassen.
  5. Sleek Bun: Zopf eindrehen, zum Knoten legen, mit Haarnadeln sichern.
  6. Abstehende Härchen mit einem Tropfen Haaröl glätten.

7. Volumen-Look am Ansatz

Für alle, denen glattes Haar zu flach wirkt. Das Glätteisen arbeitet hier am Ansatz, nicht in den Längen.

  1. Deckhaar abteilen, die Schicht darunter normal glätten.
  2. Eine schmale Strähne senkrecht nach oben ziehen.
  3. Das Gerät 1 cm vom Ansatz ansetzen, 2 Sekunden halten, nach oben und hinten kippen.
  4. Erst anfassen, wenn die Strähne kalt ist – die Form entsteht beim Abkühlen.
  5. Nur die oberen Partien so behandeln, das genügt.
  6. Die Längen zum Schluss leicht nach außen durchziehen.

Welcher Look passt zu welcher Haarlänge

Nicht jede Frisur funktioniert bei jeder Länge gleich gut. Diese Zuordnung erspart Fehlversuche.

  • Kurzes Haar bis Kinnlänge: Business-Look und Volumen am Ansatz sitzen hier am besten. Wellen brauchen sehr schmale Strähnen, Hollywood-Wellen funktionieren praktisch nicht.
  • Schulterlanges Haar: Die größte Auswahl. Weiche Wellen, Half-Up und Slick Back sitzen zuverlässig. Beim Sleek Bun hilft ein flacher Knoten statt eines hohen.
  • Langes Haar: Hollywood-Wellen und der Sleek Bun kommen hier am besten zur Geltung. Arbeite bei glatten Looks unbedingt in Sektionen, sonst glättest du zweimal über dieselbe Stelle.
  • Feines oder dünnes Haar: Volumen am Ansatz und Half-Up lassen das Haar voller wirken. Strenge Looks wie der Slick Back zeigen die Kopfhaut deutlicher.
  • Dickes oder lockiges Haar: Alle Looks möglich, aber mit schmaleren Strähnen. Rechne mit dem Doppelten der genannten Zeitangaben.

So hält deine Frisur den ganzen Tag

Die meisten Frisuren fallen nicht wegen schlechtem Styling zusammen, sondern wegen Restfeuchte, zu hoher Hitze oder zu frühem Anfassen. Diese Punkte machen den Unterschied:

  • Nur auf komplett trockenem Haar stylen. Restfeuchte verdampft im Gerät, schädigt das Haar und die Form fällt binnen einer Stunde zusammen.
  • Hitzeschutz ist Pflicht, auch bei niedrigen Temperaturen. Warum das so ist, erklärt der Beitrag zu Hitzeschutz und Haargesundheit beim Glätten.
  • Die richtige statt die höchste Temperatur wählen. Welcher Wert zu deinem Haartyp passt, steht in der Übersicht zur Temperatur am Glätteisen nach Haartyp.
  • Abkühlen lassen, bevor du anfasst. Haar nimmt die Form beim Auskühlen an, nicht bei Hitze.
  • Sparsam fixieren. Ein leichtes Finishing-Spray aus 30 cm Abstand reicht. Zu viel Produkt macht Wellen platt.
  • Nachts schützen. Ein lockerer Zopf oder ein Seidenkissenbezug rettet dir am zweiten Tag das komplette Styling.

Ehrlich bleibt: Bei sehr feinem Haar oder hoher Luftfeuchtigkeit hält kein Glätteisen-Look zwei Tage. Plane dann ein kurzes Nachziehen am Folgetag ein.

Häufige Fragen

Welche Frisuren kann man mit einem Glätteisen machen?

Mit einem Glätteisen sind glatte Looks, weiche Wellen, Hollywood-Wellen, Volumen am Ansatz sowie sleeke Steckfrisuren wie Slick Back oder Sleek Bun möglich. Entscheidend ist die Handbewegung: gerade ziehen ergibt glattes Haar, drehen ergibt Wellen, kippen am Ansatz ergibt Volumen. Ein zusätzlicher Lockenstab ist für die meisten Alltagslooks nicht nötig.

Wie mache ich Locken mit dem Glätteisen?

Nimm eine etwa 3 cm breite Strähne, setze das Glätteisen auf halber Höhe an, drehe es um 180 Grad und ziehe es langsam nach unten. Je langsamer du ziehst, desto stärker fällt die Locke aus. Wichtig ist, die Strähne danach vollständig auskühlen zu lassen, bevor du sie mit den Fingern auflockerst.

Welche Temperatur brauche ich für Frisuren mit dem Glätteisen?

Für die meisten Looks liegt der Bereich bei normalem Haar zwischen 180 und 200 °C. Feines Haar stylst du bei 160 bis 180 °C, coloriertes oder chemisch behandeltes Haar bei 150 bis 170 °C, dickes und widerspenstiges Haar verträgt 200 bis 220 °C. Ein Gerät, das sich gradgenau von 110 bis 230 °C einstellen lässt, gibt dir hier deutlich mehr Kontrolle als eine grobe Stufenwahl.

Wie lange hält eine Frisur mit dem Glätteisen?

Bei normalem Haar und trockenem Wetter hält ein glatter Look ein bis zwei Tage, Wellen meist einen Tag. Feuchtigkeit, feines Haar und häufiges Anfassen verkürzen die Haltbarkeit spürbar. Mit Hitzeschutz, vollständigem Abkühlen und sparsamem Finishing-Spray holst du das Maximum heraus.

Kann man mit dem Glätteisen auch kurze Haare stylen?

Ja, allerdings brauchst du dafür schmale Platten und eine ruhige Hand, weil der Abstand zur Kopfhaut gering ist. Glatte Looks und Volumen am Ansatz funktionieren bei kurzem Haar sehr gut, ausgeprägte Wellen dagegen kaum. Setze das Gerät bei kurzen Längen etwa 1 cm vom Ansatz entfernt an, um die Kopfhaut zu schonen.

Fazit

Sieben Looks, ein Gerät: Wer ziehen, drehen und kippen beherrscht, deckt vom Morgen-Styling bis zur Hochzeitsfrisur alles ab. Wichtiger als das Repertoire ist die Kontrolle über die Temperatur – dafür lohnt sich ein Glätteisen mit gradgenauem LCD-Display.